Absteckung


Absteckung ist nicht gleich Absteckung. Die Genauigkeitsanforderungen sind nicht immer die gleichen und variieren, je nachdem was man mit den Makierungen vor hat.

Benötigt wird die aktuelle Planung mit eingetragner Vermaßung (ggf. auch als DXF-Datei) des abzusteckenden Bauwerkes. Ferner sollte die Zugänglichkeit des Flurstückes bzw. der Baugrube gewährleistet sein. Nach der jeweiligen Absteckung erhält der Architekt oder der Auftraggeber zeitnah eine Skizze in der die örtliche Absteckung incl. Maßen dokumentiert ist.





Grobabsteckung

Allgemein

Bei der Grobabsteckung werden die Punkte wie der Begriff bereits aussagt grob (mit einer Genauigkeit von 5 cm) in der Örtlichkeit mit Holzpflöcken oder anderen Vermarkungen angezeigt. Meist erfolgt bei der Grobabsteckung wenn gewünscht gleich ein Höhenantrag.


Zweck

Die Grobabsteckung ist ein wichtiger Schritt bei Bauvorhaben mit unterirdischen Geschossen. Mittels Grobabsteckung kann der Aushubunternehmer direkt erkennen, wo und wie tief er ausheben muss.


Feinabsteckung

Allgemein

Bei der Feinabsteckung wird die Planung in die Örtlichkeit übertragen. Gemeint ist damit, dass das geplante Bauwerk auf ein Schnurgerüst oder auch ggf. direkt in die Baugrube abgesteckt wird. Dies geschieht entweder durch die Markierung der Ecken oder durch die Markierung der Gebäudeachsen.


Zweck

Anhand der markierten Punkte oder Gebäudeachsen kann das Fundament im Bezug zur Grenze richtig gegossen bzw. das Gebäude errichtet werden. Die Feinabsteckung trägt dazu bei, dass die geplanten Maße des Lageplanes vor Ort kenntlich sind und eingehalten werden können. Bei Bedarf erhalten Sie nach eine Absteckungsbescheinigung nach §65 Abs.2 Satz2 der Hessischen Bauordnung(HBO) in Verbindung mit §27 HPPVO zur Vorlage bei der Bauaufsicht, ausgestellt von einem Prüfsachverständigen für Vermessungswesen. Die Bauaufsichtsbehörde kann von ihnen ggf. verlangen, dass Sie diese vorlegen um damit die fachgerechte Absteckung nachzuweisen.